Roswitha Hofmann ueber grenzen denken

Verschiedene Grenzgänge II

Forschung, Fortbildung und Beratung verändern sich unter dem Gesichtspunkt des vielerorts geforderten Abstandhaltens. Die daraus resultierende Digitalisierung von Angeboten, Interaktionsräumen und Forschungspraktiken hat meines Erachtens viele Facetten.
Diese gilt es je nach Anwendungsfeld in ihren Wirkweisen kritisch auszuloten.

Ich verbinde damit durchaus positive Entwicklungen z.B. hinsichtlich der Nutzbarmachung von Technologien in unterschiedlichen Lebensbereichen oder der potenziellen Reduktion von Umweltschäden. 

Wesentlich erscheint mir in diesem Zusammenhang nicht nur das eine oder andere digitale Tool zu erlernen, sondern abzuwägen, wann und wie ein solches Sinn macht, wer es unter welchen Bedingungen anwenden kann, welche sozialen und ökologischen Effekte es nach sich zieht. Reflektierte, diversitätssensible Techniknutzung eben.

Verschiedene Grenzgänge

Seit März 2020 sind wir vermehrt gezwungen unsere persönlichen Grenzen mit anderen und im Verhältnis zur Staatsmacht neu zu denken. Wie mit diesen vielfältigen Formen der Grenzziehung, Grenzüberschreitungen und den Diskursen darüber umgehen? Welche Grenzen werden bleiben, hinzukommen, welche werden sich verändern, verschieben, auflösen? Was wird dabei an gesellschaftlichen Verwerfungen sichtbar, welche verschwinden aus dem Blick? Fragen, die meine Arbeit nachhaltig prägen werden.